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Sinus Schule

Sinus Schule

 

 

 

 

 

Das Programm »SINUS an Grundschulen« entwickelte den mathematischen und
naturwissenschaftlichen Grundschulunterricht weiter. Es lief von August 2009 bis Juli 2013. Zehn Länder der Bundesrepublik nahmen mit ausgewählten Grundschulen aktiv am Programm teil, fünf weitere Länder als assoziierte Mitglieder.
Lehrerinnen und Lehrer der Teilnehmergrundschulen arbeiteten im Team an typischen Herausforderungen des Unterrichts. Sie richten ihren Blick auf die individuelle Förderung der Kinder und schaffen eine ausbaufähige Grundlage für das Lernen in der Sekundarstufe. Lehrkräfte dokumentierten und reflektierten ihre Arbeit und wurden dabei vom Programmträger, dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) wissenschaftlich begleitet.

Nach dem Ende des gemeinsamen Programms führen die Länder die Arbeit ab August 2013 nach landesspezifischen Konzepten weiter.

Aktueller Stand

Bayerische Grundschulen beteiligten sich ab dem Schuljahr 2004/05 an den bundesweiten Modellprogrammen SINUS-Transfer Grundschule und SINUS an Grundschulen. Seit dem Schuljahr 2013/14 wird mit SINUS an Grundschulen in Bayern an die erfolgreichen SINUS-Unterrichtsentwicklungsprogramme angeknüpft. Fachlicher Schwerpunkt ist die Mathematik. Derzeit beteiligen sich rund 250 bayerische Grundschulen. Interessierte Schulen werden nach Möglichkeit ins laufende Programm aufgenommen. Eine erneute Ausschreibungist für das Schuljahr 2015/16 vorgesehen.

Das SINUS-Programm

Ziel des Programms ist es, bei den teilnehmenden Lehrkräften einen Prozess der Unterrichtsentwicklung hin zu einem kompetenzorientierten Mathematikunterricht zu initiieren bzw. zu unterstützen. Anhand der bewährten SINUS-Module werden Anregungen zur Weiterentwicklung gegeben. Der eigene Unterricht wird reflektiert, die Lehrpersonen erproben Neues in ihrem Unterricht und bringen Erfahrungen daraus in den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ein. Die fachliche Kompetenz der Lehrkräfte wird so gestärkt, Kriterien guten Unterrichts werden überdacht und das Repertoire an Unterrichtsmethoden erweitert.

Die SINUS-Module beschreiben typische, empirisch ermittelte Problembereiche des Unterrichts:

  1. Gute Aufgaben
  2. Entdecken, Erforschen, Erklären
  3. Schülervorstellungen aufgreifen, grundlegende Ideen entwickeln
  4. Lernschwierigkeiten erkennen
  5. Talente entdecken und unterstützen
  6. Fachübergreifend und fächerverbindend unterrichten
  7. Interessen (von Mädchen und Jungen) aufgreifen und entwickeln
  8. Eigenständig lernen - gemeinsam lernen
  9. Lernen begleiten - Lernerfolg beurteilen
  10. Übergänge gestalten


Die SINUS-Module und alle weiteren in den SINUS-Programmen entstandenen Handreichungen und Materialien können auf der Internetseite www.sinus-an-grundschulen.de abgerufen werden, die während der bundesweiten Programmphase aufgebaut wurde und seit Sommer 2013 als Downloadbereich zur Verfügung steht.



Wie wird das Programm praktisch umgesetzt?

  1. Kontinuierliche, langfristige Unterrichtsentwicklung im Fach Mathematik, begleitet durch SINUS-erfahrene Beratertandems:
    Die Schulen nehmen in der Regel zwei oder mehr Jahre am Programm teil und setzen sich in dieser Zeit intensiv mit dem Mathematikunterricht und Verbesserungspotenzialen auseinander.
  2. Regelmäßige Reflexion des eigenen Unterrichts sowie der neu erarbeiteten Konzepte:
    Während eines Schuljahres finden drei Arbeitstreffen in der Schulgruppe statt, bei denen SINUS-Module bearbeitet werden. Die Lehrkräfte bringen sich und ihre Unterrichtserfahrungen aktiv in diese Treffen ein und erproben bis zum nächsten Treffen Neues in ihrem Unterricht. Die SINUS-Berater geben den Lehrpersonen praxisorientierte Anregungen für Ihren Unterricht, sie erweitern das fachliche und fachdidaktische Repertoire und unterstützen die Schulen dabei, ihre Ziele und Erfahrungen bei der Unterrichtsentwicklung zu dokumentieren und zu reflektieren.
  3. Regelmäßiger Input durch Fachdidaktiker verschiedener Universitäten:
    Bei den jährlichen Regionaltagungen in den Regierungsbezirken referieren renommierte Fachdidaktiker und erfahrene Schulpraktiker. Auch diese Veranstaltungen enthalten einen hohen Praxisbezug und binden die Teilnehmer aktiv ein.
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